1.Korintherbrief

Leben aus der Auferstehung!

Leben aus der Auferstehung!

1.Korinther 15,29–32

“Was soll es son­st, dass sich einige für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht aufer­ste­hen, was lassen sie sich dann für sie taufen? Und was ste­hen wir dann jede Stunde in Gefahr? So wahr ihr, liebe Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Chris­tus Jesus, unserm Her­rn, habe: Ich sterbe täglich. Habe ich nur im Blick auf dieses Leben in Eph­esus mit wilden Tieren gekämpft, was hilft’s mir? Wenn die Toten nicht aufer­ste­hen, dann »lasst uns essen und trinken; denn mor­gen sind wir tot!« (Jesa­ja 22,13) Lasst euch nicht ver­führen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sit­ten. Werdet doch ein­mal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn einige wis­sen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande.”

Nach der großen Vision, nach dem Blick auf das Ende aller Dinge, nach dem Tri­umph Gottes über alle Feinde, wen­det sich Paulus wieder der konkreten Sit­u­a­tion in Korinth zu. Er argu­men­tiert nicht mehr nur the­ol­o­gisch, son­dern exis­ten­ziell, prak­tisch, per­sön­lich. Wenn die Aufer­ste­hung wahr ist, dann hat sie Kon­se­quen­zen für das Leben hier und jet­zt. Und umgekehrt: Bes­timmte Ver­hal­tensweisen ergeben nur dann Sinn, wenn die Aufer­ste­hung wahr ist.

Und genau hier berührt uns der Text mit­ten in unserem heuti­gen Christ­sein. Wenn die Aufer­ste­hung wahr ist – und sie ist wahr –, dann kann Nach­folge niemals ein rein inner­lich­es, unverbindlich­es oder bequemes Christ­sein sein. Dann ist unser Glaube nicht bloß Überzeu­gung, son­dern neue Exis­tenz. Dann hat unser All­t­ag ein anderes Gewicht, unsere Entschei­dun­gen eine andere Rich­tung, unsere Hoff­nung eine andere Tiefe. Viele Chris­ten leben, als sei die Aufer­ste­hung ein schönes Oster­bild, aber keine gegen­wär­tige Kraft. Doch Paulus erin­nert uns: Wer an den Aufer­stande­nen glaubt, lebt in ein­er neuen Wirk­lichkeit. Dann ist Hingabe nicht option­al, son­dern Antwort. Dann ist Heili­gung nicht moralis­ch­er Ehrgeiz, son­dern Frucht des neuen Lebens. Dann ist Nach­folge nicht religiöse Gewohn­heit, son­dern Teil­nahme an der Kraft, die den Tod besiegt hat. Die Aufer­ste­hung ist nicht nur ein Ereig­nis der Ver­gan­gen­heit – sie ist die Kraft, die unser Heute prägt und unser Mor­gen bes­timmt.

„Was soll es son­st, dass sich einige für die Toten taufen lassen?” (1. Korinther 15,29). Diese Frage hat Gen­er­a­tio­nen von Auslegern beschäftigt. Was ist diese Taufe für die Toten? Paulus erwäh­nt sie wie etwas Bekan­ntes, ohne sie zu erk­lären. Es scheint in Korinth eine Prax­is gegeben zu haben, bei der sich Men­schen stel­lvertre­tend für bere­its Ver­stor­bene taufen ließen. Vielle­icht waren es Ange­hörige, die wün­scht­en, dass auch ihre ver­stor­be­nen Fam­i­lien­mit­glieder Anteil am Heil hät­ten. Vielle­icht waren es Men­schen, die sich für Ver­stor­bene ein­set­zten, die vor ihrem Tod nicht mehr getauft wer­den kon­nten.

Paulus bew­ertet diese Prax­is nicht. Er verurteilt sie nicht, aber er emp­fiehlt sie auch nicht. Er benutzt sie lediglich als Argu­ment. Sein Punkt ist ein­fach und schla­gend: Warum sollte jemand sich für Tote taufen lassen, wenn es keine Aufer­ste­hung gibt? Die Taufe wäre dann sinn­los, ein leeres Rit­u­al, eine Geste ohne Wirk­lichkeit. „Wenn die Toten gar nicht aufer­ste­hen, was lassen sie sich dann für sie taufen?” (1. Korinther 15,29). Die Frage ist rhetorisch, aber sie trifft ins Schwarze. Wer sich für Tote taufen lässt, han­delt aus der Überzeu­gung, dass die Toten nicht ver­loren sind, dass es Hoff­nung über den Tod hin­aus gibt, dass die Taufe etwas bedeutet, das über dieses Leben hin­aus­re­icht.

Wie sollen wir damit umge­hen? Wenn die Aufer­ste­hung die Mitte unseres Glaubens ist, dann müssen wir ler­nen, unser Leben bewusst aus dieser Mitte her­aus zu gestal­ten. Das begin­nt damit, dass wir uns täglich daran erin­nern, wem wir gehören: nicht dem alten Men­schen, nicht der Macht der Sünde, nicht der Angst vor dem Tod, son­dern dem aufer­stande­nen Her­rn. Es bedeutet, dass wir unsere Entschei­dun­gen, unsere Pri­or­itäten, unsere Beziehun­gen im Licht der Ewigkeit prüfen. Es bedeutet, dass wir uns nicht von der Vergänglichkeit bes­tim­men lassen, son­dern von der Hoff­nung, die stärk­er ist als der Tod. Und es bedeutet auch, dass wir uns der Kraft des Heili­gen Geistes öff­nen, der in uns das Leben Christi wirk­sam macht. Nach­folge heißt: leben aus der Aufer­ste­hung. Nicht aus eigen­er Kraft, son­dern aus der Kraft dessen, der den Tod besiegt hat. Wer so lebt, lebt nicht nur anders – er lebt wahr.

Paulus fragt: „Und was ste­hen wir dann jede Stunde in Gefahr?“ (1. Korinther 15,30). Hier wird es per­sön­lich, exis­ten­ziell, ungeschönt. Paulus spricht nicht the­o­retisch über Lei­den – er beschreibt sein Leben. Ein Leben, das ständig am Rand ste­ht. Ein Leben, das jed­erzeit enden kann. Für ihn ist Gefahr kein Aus­nah­mezu­s­tand, son­dern All­t­ag. Ver­fol­gung, Gefan­gen­schaft, Schläge, Steini­gung, Aus­peitschung, Hunger, Kälte, Schiff­bruch – das ist nicht Übertrei­bung, son­dern Biografie. Paulus trägt die Nar­ben seines Dien­stes am eige­nen Kör­p­er. Und dann stellt er die Frage, die alles zus­pitzt: Warum? Warum set­zt ein Men­sch sich solchen Gefahren aus? Warum lebt er so radikal, so kom­pro­miss­los, so hingegeben?

Paulus schreibt: „So wahr ihr, liebe Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Chris­tus Jesus, unserm Her­rn, habe: Ich sterbe täglich“ (1. Korinther 15,31). Dieser Satz ist feier­lich, ernst und zutief­st per­sön­lich. Paulus schwört bei den Korinth­ern selb­st – bei denen, die sein „Ruhm“ sind, seine Freude, seine geistliche Frucht. Sie sind der lebendi­ge Beweis, dass sein Dienst nicht verge­blich ist, dass das Evan­geli­um Kraft hat, dass Men­schen wirk­lich ver­wan­delt wer­den. Und ger­ade deshalb hat seine Aus­sage ein solch­es Gewicht: „Ich sterbe täglich.“ Paulus meint damit keinen poet­is­chen Aus­druck und keine depres­sive Stim­mung. Er beschreibt die Real­ität seines Lebens und seines Dien­stes: ein täglich­es Sich-selb­st-Ver­lieren, ein täglich­es Sich-selb­st-Hingeben, ein täglich­es Ster­ben gegenüber Angst, Bequem­lichkeit, Selb­stschutz und Eigen­willen. Sein Leben ist ein ständi­ges Aus­ge­set­zt­sein; nicht nur äußer­lich durch Ver­fol­gung, son­dern inner­lich durch die tägliche Entschei­dung, dem gekreuzigten und aufer­stande­nen Chris­tus zu fol­gen.

Und genau hier liegt die Ergänzung, die wir brauchen: Paulus stirbt täglich, weil er täglich aus der Aufer­ste­hung lebt. Sein „Ster­ben“ ist kein Selb­stzweck, son­dern die Kon­se­quenz eines Lebens, das ganz auf Chris­tus aus­gerichtet ist. Er stirbt dem alten Men­schen, damit der neue Men­sch leben kann. Er stirbt der Angst, damit der Mut des Evan­geli­ums Raum gewin­nt. Er stirbt dem eige­nen Anspruch, damit Chris­tus in ihm Gestalt gewin­nt. Dieses tägliche Ster­ben ist kein Ver­lust, son­dern Gewinn; denn es öffnet den Raum für das Leben, das Chris­tus schenkt. Damit wird deut­lich: Wer an die Aufer­ste­hung glaubt, lebt nicht nur mit ein­er Hoff­nung für die Zukun­ft, son­dern mit ein­er Hal­tung für die Gegen­wart. Täglich­es Ster­ben heißt: täglich Chris­tus ver­trauen, täglich sich selb­st loslassen, täglich neu aus sein­er Kraft leben. Es ist der Weg der Nach­folge – nicht hero­isch, son­dern gehor­sam; nicht spek­takulär, son­dern treu; nicht laut, son­dern echt. Paulus stirbt täglich, weil Chris­tus täglich lebt. Und genau das ist auch unser Weg.

Das ist keine metapho­rische Redewen­dung. Das ist gelebte Wirk­lichkeit. Jeden Tag set­zt Paulus sein Leben aufs Spiel. Jeden Tag ist er bere­it zu ster­ben. Jeden Tag stirbt er in dem Sinne, dass er allen Anspruch auf Sicher­heit, Kom­fort, Selb­st­bes­tim­mung aufgibt. Er lebt nicht für sich selb­st. Er lebt für Chris­tus und für das Evan­geli­um. Und das bedeutet: Er ist bere­it, alles zu ver­lieren, auch das Leben.

Und sind wir bere­it, täglich zu ster­ben? Wenn wir ehrlich sind, ist doch oft das Gegen­teil der Fall. Wir klam­mern uns an dieses vergängliche Leben, als wäre es unser let­zter Halt. Wir hal­ten fest an Sicher­heit, an Kom­fort, an Kon­trolle – und nen­nen es manch­mal sog­ar Glauben. Statt freudig auf Chris­tus zuzuge­hen, leben wir so, als müssten wir uns an jeden Tag klam­mern, den wir ver­lieren kön­nten. Doch täglich­es Ster­ben bedeutet nicht, das Leben leicht­fer­tig wegzuw­er­fen oder Leid zu suchen. Es bedeutet, das Leben nicht zu vergötzen. Es heißt nicht, den Tod zu roman­tisieren, son­dern Chris­tus zu ver­trauen. Es heißt, jeden Tag neu zu sagen: Mein Leben gehört nicht mir, son­dern dem, der für mich gestor­ben und aufer­standen ist. Täglich ster­ben heißt: täglich loslassen, was mich bindet – und täglich ergreifen, was Chris­tus schenkt. Es ist kein Ruf zur Selb­stzer­störung, son­dern zur Frei­heit. Denn wer täglich stirbt, lebt täglich aus der Kraft des Aufer­stande­nen.

Aber warum sollte er das tun, wenn es keine Aufer­ste­hung gibt? „Habe ich nur im Blick auf dieses Leben in Eph­esus mit wilden Tieren gekämpft, was hilft’s mir?” (1. Korinther 15,32). Der Kampf mit wilden Tieren in Eph­esus ist ver­mut­lich bildlich gemeint, obwohl einige Ausleger annehmen, dass Paulus tat­säch­lich in der Are­na mit Tieren kämpfen musste. Wahrschein­lich­er ist, dass er damit die wilden Angriffe sein­er Geg­n­er meint, die bru­tale Ver­fol­gung, die er in Eph­esus erlebte. Aber ob wörtlich oder bildlich, die Frage bleibt: Was bringt es, wenn es nur um dieses Leben geht? Die Antwort ist klar: Nichts. Wenn dieses Leben alles ist, wenn es keine Aufer­ste­hung gibt, wenn der Tod das Ende ist, dann ist das Lei­den sinn­los. Dann wäre es klüger, ein bequemes Leben zu führen, Gefahren zu ver­mei­den, sich nicht für andere aufzuopfern, nicht für Wahrheit zu kämpfen, wenn sie einen das Leben kosten kann. Ja, dann wäre es sog­ar „gerecht­fer­tigt“, in der Sünde zu leben und sie zu genießen; denn wenn es keine Aufer­ste­hung gibt, dann gibt es auch kein Gericht, keine Heili­gung, keine Ewigkeit, die unser Leben ord­net. Wenn alles mit dem Tod endet, dann ist das Vergnü­gen der einzige Maßstab, und die Sünde ver­liert ihren Schreck­en, weil sie keine Kon­se­quen­zen mehr hätte.

„Wenn die Toten nicht aufer­ste­hen, dann lasst uns essen und trinken; denn mor­gen sind wir tot!” (1. Korinther 15,32). Paulus zitiert Jesa­ja 22,13, wo das Volk in ein­er Zeit der Bedro­hung nicht umkehrt, son­dern feiert, isst, trinkt, als gäbe es kein Mor­gen. Wenn es keine Aufer­ste­hung gibt, dann ist diese Hal­tung kon­se­quent. Dann sollte man das Leben genießen, so lange es dauert. Dann ist der Hedo­nis­mus, die Suche nach Vergnü­gen, nach Genuss, nach Selb­stver­wirk­lichung, die einzig vernün­ftige Lebensweise. Carpe diem – nutze den Tag, denn mor­gen bist du tot.

Und genau so leben heute viele lauwarme Chris­ten. Sie sagen, sie glauben an Chris­tus, aber sie lieben die Sünde mehr als den, der für sie gestor­ben ist. Sie reden von Aufer­ste­hung, aber sie rech­nen nicht mit ihrer Kraft. Sie nen­nen Jesus „Herr“, aber ihr Herz hängt an den Din­gen dieser Welt. Warum? Weil sie – bewusst oder unbe­wusst – nicht wirk­lich an die wahre Aufer­ste­hung glauben. Wo die Aufer­ste­hung nur ein Sym­bol ist, wird die Sünde zur heim­lichen Freude. Wo die Ewigkeit verblasst, wird das Vergängliche zum Schatz. Wo Chris­tus nicht als der Lebendi­ge geglaubt wird, dort wird das Leben im Fleisch zur Nor­mal­ität. Und so leben viele Chris­ten heute genau nach dem Mot­to: „Lasst uns essen und trinken, denn mor­gen sind wir tot“ – nur in from­mer Ver­pack­ung. Doch wer so lebt, zeigt, dass er die Kraft der Aufer­ste­hung nicht ken­nt und nicht sucht. Denn wer Chris­tus wirk­lich glaubt, kann die Sünde nicht lieben. Wer den Aufer­stande­nen sieht, ver­liert den Geschmack an dem, was ihn von Chris­tus tren­nt.

Das ist keine moral­is­tis­che Ver­teufelung von Freude oder Genuss. Das ist die logis­che Kon­se­quenz, wenn man die Aufer­ste­hung leugnet. Wenn dieses Leben alles ist, dann macht es keinen Sinn, sich aufzuopfern, zu lei­den, zu verzicht­en, für andere zu leben. Dann ist es vernün­ftig, das eigene Glück zu max­imieren, die eige­nen Inter­essen zu ver­fol­gen, das eigene Leben abzu­sich­ern. Aber Paulus lebt anders. Er lei­det, er kämpft, er riskiert sein Leben, er stirbt täglich. Warum? Weil er weiß, dass die Aufer­ste­hung wahr ist. Weil er weiß, dass dieses Leben nicht alles ist. Weil er weiß, dass Chris­tus aufer­standen ist und dass auch er aufer­ste­hen wird. Diese Gewis­sheit ver­wan­delt sein Leben. Sie gibt ihm die Kraft, durchzuhal­ten, weit­erzu­machen, auch wenn alles gegen ihn zu ste­hen scheint.

Die Aufer­ste­hung ist nicht nur Trost für die Zukun­ft. Sie ist Kraft für die Gegen­wart. Sie verän­dert die Art, wie man lebt, wie man lei­det, wie man stirbt. Wer aus der Aufer­ste­hung­shoff­nung lebt, kann anders han­deln. Er kann Opfer brin­gen, ohne ver­bit­tert zu wer­den. Er kann lei­den, ohne zu verzweifeln. Er kann ster­ben, ohne ver­nichtet zu wer­den. Das ist die exis­ten­zielle Logik der Aufer­ste­hung. Sie macht bes­timmte Lebensweisen möglich, die ohne sie sinn­los wären. Sie gibt dem Lei­den Sinn, dem Opfer Wert, dem Tod Hoff­nung. Und umgekehrt: Wer die Aufer­ste­hung leugnet, muss kon­se­quenter­weise anders leben. Er muss das Hier und Jet­zt abso­lut set­zen, muss das eigene Glück zum höch­sten Ziel machen, muss den Tod als das Ende akzep­tieren.

Paulus zeigt den Korinth­ern: Ihr kön­nt nicht bei­des haben. Ihr kön­nt nicht die Aufer­ste­hung leug­nen und gle­ichzeit­ig so leben, als ob sie wahr wäre. Ihr kön­nt nicht sagen, es gibt keine Aufer­ste­hung, und dann euch für Tote taufen lassen, in Gefahr ste­hen, täglich ster­ben. Das wäre unl­o­gisch, wider­sprüch­lich, absurd. Entwed­er glaubt ihr an die Aufer­ste­hung und lebt entsprechend, oder ihr glaubt nicht daran und zieht die Kon­se­quen­zen: Lasst uns essen und trinken, denn mor­gen sind wir tot. Die Entschei­dung ist radikal. Sie duldet keine Halb­herzigkeit, keine Kom­pro­misse, kein Sowohl-als-auch. Das Leben aus der Aufer­ste­hung ist ein anderes Leben. Es ist ein Leben, das über sich hin­ausweist, das auf Zukun­ft hofft, das für andere lebt, das bere­it ist zu lei­den und zu ster­ben, weil es weiß: Der Tod ist nicht das Ende. Chris­tus ist aufer­standen. Und wir wer­den auch aufer­ste­hen.

Ehre sei Gott allein, dem Ursprung und Ziel unseres Weges. Amen.

Published by BBECK